Norwegen · 09. Oktober 2019
Mit wärmenden Sachen machen wir uns auf die Suche nach dem Küstenweg zwischen Stø und Nyksund. Wir finden weder Schilder oder Markierungen, die auf den Weg hinweisen und gelangen immer tiefer in den Schnee. Das Atmen fällt uns mit jedem Schritt schwerer und der Puls erhöht sich. Keuchend, atmen wir die bitterkalte Luft in unsere Lungen ein. Nach nur wenigen Sekunden entledigen wir uns der Winterjacke, denn erste Schweißperlen laufen schon spürbar am Rücken entlang. Wir gelangen auf einen Hof...
Norwegen · 03. Oktober 2019
Ein letztes Mal schaue Ich wehmütig aus dem Fenster in die Finsternis. In der Ferne erhellen unnatürlich, aneinander gereihte Punkte die norwegische Dunkelheit. Zum Unmut meiner sind es jedoch keine Sterne, sondern Straßenlaternen, die die schneebedeckte Straße vor unserer Unterkunft in ein künstliches Licht tauchen. Mein Blick richtet sich hoffnungsvoll gen Himmel über den Vesterålen. Seit den Mittagsstunden schiebt sich dort schwermütig eine dichte Wolkendecke über die bizarr anmutende ...

Dänemark · 17. April 2019
Die Wolken hängen tief über Flensburg, als Sarah und Ich unsere erste große, gemeinsame Radtour starten. Der Wind bläst uns kräftig in den Rücken und erleichtert den Beginn einer wunderschönen Tour auf dem nationalen Radweg N8 über Sønderjylland und Fyn.
Schweden · 10. Februar 2019
Oh du wunderschönes Stockholm! Das letzte Mal haben wir uns im Oktober gesehen. Viel zu lange her, wie ich finde. Stockholm ist für mich mein zweites Zuhause geworden, denn 3,5 Jahre habe ich hier gelebt und es ist eine wunderschöne Zeit gewesen. Die Stadt ist mit seinen Seen und der Natur einfach einzigartig schön und gelassen. Tolle Leute wohnen hier natürlich auch. An dieser Stelle Grüße ich all meine Stockholmer Freunde!

Deutschland · 04. Februar 2019
Die Wintertage in Berlin sind trüb und es fehlt allzu oft an Schnee. Selbst wenn es mal schneit, kommt entweder nicht genügend herunter oder es ist nach wenigen Stunden geschmolzener, dunkler Matsch. Ein trifftiger Grund, wie für wahrscheinlich viele Leute aus Nord- und Mitteldeutschland, in den Nationalpark Harz zu fahren.
Schweden · 29. Januar 2019
Die Berge sind mit frischem Raureif überzogen, als wir unsere Blicke das erste Mal auf das Gebirge richten. Wir bauen unser Traumlager ab, gehen die letzten 19km und werden mit jedem Schritt wehmütiger. Gut, dass der Abschnitt mit knapp 120km nur ein Viertel des gesamten Kungsleden ausmacht und es für uns weiterhin viel zu entdecken geben wird. Seit Beginn der Reise freuen wir uns auf LapDonalds. Hier soll es die besten Outdoor-Rentierburger geben.

Schweden · 29. Januar 2019
Der Weg dorthin bietet eine der schönsten Aussichten, die der gesamte Kungsleden-Abschnitt zu bieten hat. Nachdem wir die erste Brücke überquert haben, gehen wir nicht geradeaus weiter, sondern biegen nach links Richtung Tarfala ab. Wir sind auf dem offiziellen Wanderweg, sind aber gezwungen von Stein zu Stein und von Fels zu Fels zu springen, weil alles unter Wasser gesetzt ist. Zu beiden Seiten ragen die Bergketten empor. Zu unserer Linken rauscht lautstark ein Fluss das Tal hinab.
Schweden · 28. Januar 2019
Wir wachen in der Dämmerung auf und durch den Pass ziehen die Wolken direkt durch uns hindurch. An den Gräsern hängen schwere Tropfen, die vom Wind davon geweht werden. Von hier aus kann man normalerweise den Kebnekaise, Schwedens höchsten Berg (1.099m) sehen. Für Sekunden tritt ein Berggipfel aus den Wolken heraus & ich mache, in der Hoffnung es sei der Kebnekaise, ein paar Fotos. Wir packen unsere Isomatten, Schlafsäcke & die anderen Sachen weitesgehend im Zelt zusammen.

Schweden · 24. Januar 2019
"Ich pirsche mich langsam an die Herde heran. Wieso habe ich kein Tele(objektiv) bei. Verdammte Sch****! Bei jedem Schritt gehe ich immer gekrümmter und bleibe plötzlich stehen, als die Rentiere mich angucken. Sie schauen weg und ich pirsche mich weiter an sie heran. Mein Herz rast. Eines der Rentiere wird unruhig und die Herde setzt sich in Gang. Zu weit weg für mich. "
Schweden · 24. Januar 2019
"Die Sonne könnte sich echt mal blicken lassen. So schön es hier auch ist, es nervt schon langsam ab mit dem Regen. Nie kann man pausieren und die Landschaft geniessen. Meine Klamotten sind auch klitschnass. Ich bin froh, dass die Füße trocken sind, aber meine Hände fühlen sich steif an und sind rot angelaufen. "

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